Mein Therapeutischer ZUGANG

 

Mein therapeutischer Zugang ist stark von den Ansätzen der Schematherapie geprägt.

 

 

die Anliegen der Patienten

Die meisten Patienten beginnen mit einer Therapie, weil sie ein oder mehrere gravierende Probleme lösen wollen oder müssen.  

Es ist nicht leicht, eine Therapie zu beginnen - es fordert zeitlichen und finanziellen Aufwand.

Und es kostet Mut und Überwindung, dort hinzuschauen, wo es weh tut. Es ist manchmal sehr schwer,  sich mit eigenen traurigen, schambesetzten Themen auseinander zu setzen.

 

Diesem Mut, dieser Bereitschaft meiner Patienten, sich auf einen Änderungsprozess einzulassen, fühle ich mich verpflichtet.

Therapie ist daher für mich mehr als die Behandlung eines oder mehrerer konkreter Probleme - Therapie ist immer auch Nachreifung der Persönlichkeit.

 

eine Balance zwischen Bindung und Unabhängigkeit finden

Ansatzpunkt in der Schematherapie ist, dass wir zwischen Nähe/Bindung und Autonomie/Freiheit pendeln.

Gehen wir zu sehr in die Bindung, ist die Gefahr, dass wir unsere Ziele aus den Augen verlieren.

Setzen wir uns zu sehr durch, brauchen wir zu viel Kontrolle, dann können wir den anderen verlieren - das geht zu Lasten unserer Beziehungen.

Um glücklich zu sein, müssen wir lernen, auf beiden "Beinen" stehen - dem Bein der Bindung/Nähe und dem Bein der Unabhängigkeit/Autonomie. Und wir müssen wissen, wann wir welches "Bein" mehr belasten.

 

die eigenen Bedürfnisse kennen

Um nun gut auf beiden Beinen zu stehen, mal mehr auf dem einen, mal mehr auf dem anderen, ist es wichtig,  uns und unsere Bedürfnisse gut zu kennen.

In der Therapie geht es daher auch immer um unsere Grundbedürfnisse:

       Was brauchen wir in einer konkreten Situation, was wollen wir?

       Was ist langfristig für uns gut?

 

.... und wie kommen wir dahin?

Brauchen wir Bindung/Nähe - dann geht es um Zulassen von Nähe oder Einordnung/Kooperation.

Werden unsere Grenzen überschritten, dann bedarf es einer klaren Abgrenzung.

Oft geht es darum, gut mit sich selbst umzugehen - auf sich zu schauen, sich selbst zu trösten oder sich verzeihen zu können.

Und es ist auch wichtig, sich zu behaupten und Dinge einfordern zu können.

 

Im Focus stehen also unsere Bedürfnisse und wie wir es besser schaffen, sie zu erfüllen.

 

 

und noch was ...

Natürlich geht es auch um das konkrete Störungsbild (Ängste, Zwänge, Depression, Persönlichkeitsstörung, ....).

Deswegen kommen die Patienten ja auch. 

Jede/r Patient/in und jedes Anliegen hat eigene Anforderungen und Bedürfnisse. 

Diese gilt es, gemeinsam zu erforschen, zu verstehen ... und darum, neue und bessere Wege zu finden.